Arbeitsrechtsschutz: Navigatorin.de informiert über Arbeitsversicherung

Rechtsschutz für ArbeitIm modernen Arbeitsalltag ist man ständig neuen Herausforderungen ausgesetzt, auch die eine oder andere Schikane kann sich da schnell ergeben. Wer sich davor entsprechend schützen möchte, ist mit dem Abschluss einer Arbeitsrechtsschutz gut beraten. Denn Streitigkeiten am Arbeitsplatz – egal aus welchen Gründen – können rasch zum finanziellen Bumerang werden. Das Arbeitsrecht in Deutschland kennt nämlich grundsätzlich zwei Gesetze, die hier zum Tragen kommen. Zum einen ist das das Individualarbeitsrecht, das das Beschäftigungsverhältnis zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber regelt. Und zum anderen gibt es noch das Kollektivarbeitsrecht, das das Verhältnis zwischen zuständiger Gewerkschaft und dem jeweiligen Betriebsrat eines Unternehmens regelt. Abgesehen davon, dass die Sinnhaftigkeit nahezu unbestritten ist, wird diese Art der Police in Kombination mit einer Privatrechtsschutz vertrieben, mit der bekanntlich Rechtsstreitigkeiten im Privatbereich abgesichert werden. Wer möchte, kann auch eine andere Kombinationsvariante wählen, klar ist in jedem Fall, dass damit der Alltag in jeglicher Hinsicht perfekt vor sämtlichen Eventualitäten geschützt ist.

Umfang der Arbeitsrechtsschutz ist ein Teilbereich

Wer sich jetzt fragt, was im Zuge des Arbeitsrechtsschutzes eigentlich versichert ist, der muss darauf hingewiesen werden, dass diese Versicherung lediglich einen Teilbereich der Berufsrechtsschutzversicherung abdeckt. Das jeweilige Leistungsspektrum kann sich dabei erheblich unterscheiden, womit klar ist, dass vor Abschluss einer solchen Police ausführliche Informationen und Beratungsleistungen eingeholt werden sollten, um den individuellen Anspruch und die Notwendigkeit genau zu definieren. Ein wichtiger Aspekt ist in jedem Fall, dass nicht automatisch die Versicherung mit der höchsten Prämie auch die mit den besten Leistungen sein muss. Die ARAG Rechtsschutzversicherung, die im Test als eindeutiger Sieger unter den Anbietern für Rechtsschutzversicherungen hervorging, bietet etwa telefonische Rechtsberatung ebenso an wie freie Rechtsanwaltswahl bei einem Gerichtsverfahren und Übernahme der entstehenden Kosten auch für die Gegenseite. Wie hoch diese und die eigenen ausfallen, hängt unter anderem vom Streitwert ab. Wer dann im Fall des Falles mit einer individuellen Arbeitsrechtsschutzversicherung vorgesorgt hat, kann dem Verfahren gelassen entgegen sehen. Abschließen können diese Versicherung alle Arbeitnehmer, auch diejenigen, die etwa im öffentlich-rechtlichen Bereich ein Arbeitsverhältnis eingegangen sind. Gerade dann, wenn aus dienst- oder versorgungsrechtlichen Ansprüchen ein Streit entsteht, übernimmt die Arbeitsrechtsschutzversicherung die Kosten für die Rechtsvertretung von Anfang an bis zur Ausfechtung eines eventuell anhängigen Gerichtsverfahrens in mehreren Instanzen.

Unterschiedliche Einsatzgebiete der Versicherung

Wann eine Arbeitsrechtsschutzversicherung zum Einsatz kommt, kann unterschiedliche Ursachen haben. Etwa wenn der Arbeitgeber eine Abmahnung wegen eines Fehlverhaltens ausspricht, diese aber seitens des Arbeitnehmers nicht akzeptiert wird. Auch wenn eine betriebsbedingte Kündigung ausgesprochen wird, kann sich der Arbeitnehmer mithilfe der Arbeitsrechtsschutzversicherung dagegen zur Wehr setzen. Ein sehr häufiger Grund für juristische Auseinandersetzungen stellt das Arbeitszeugnis dar. Grundsätzlich hat ja jeder Arbeitnehmer ein Recht auf dieses Dokument, sobald er ein Unternehmen verlässt. Werden darin negative Aspekte erwähnt oder generell dem Betroffenen schlechte Eigenschaften unterstellt, kann er sich dagegen zur Wehr setzen. Die Kosten eines eventuellen juristischen Streites werden durch die Arbeitsrechtsschutzversicherung gedeckt. Ein weiterer Fall, in dem diese Versicherung zum Tragen kommt, ist wenn etwa ein Unternehmen mit den Gehaltszahlungen in Rückstand gerät. Dann kann der Arbeitnehmer mithilfe der Versicherung diese einklagen. Auch Mutterschutzklagen oder Einklagen von Urlaubsansprüchen oder der Höhe der gezahlten Abfinden sind ein Thema für diese Versicherung. Damit liegt es auf der Hand, dass die meisten Arbeitnehmer im ungünstigen Fall früher oder später in die Lage geraten, Unstimmigkeiten oder Auseinandersetzungen im Umfeld des Arbeitsplatzes mithilfe juristischer Unterstützung austragen und regeln zu müssen.

Arbeitsrechtsschutz ist nicht gleich Berufsrechtsschutzversicherung

Ein Aspekt ist wichtig, wenn es um die Arbeitsrechtsschutzversicherung geht. Denn sie darf auf keinen Fall mit der Berufsrechtsschutzversicherung verwechselt werden. Denn diese ist einfach die übergeordnete Leistungsart und übernimmt auch dann Kosten, wenn ein Arbeitnehmer gegen die Agentur für Arbeit oder aber einen Rentenversicherungsträger juristisch vorgehen möchte. Aus diesem Kontext ergibt sich die Tatsache, dass eine Arbeitsrechtsschutzversicherung niemals alleine abgeschlossen werden kann, während eine Berufsrechtsschutz tatsächlich ohne den Teil der Arbeitsrechtsschutz auskommen kann. Alle, die nun diese Police in Erwägung ziehen, müssen wissen, dass es bei dieser Versicherung grundsätzlich eine Wartezeit gibt. Diese beträgt in der Regel drei Monate, wobei vorher und während der Wartezeit liegende Probleme nicht vom Versicherungsschutz umfasst sind. Eine Umgehung der Wartezeit ist nur dann möglich, wenn ein direkter Umstieg aus einer Arbeitsrechtsschutzversicherung eines anderen Versicherungsunternehmens erfolgt. Dies gilt es in jedem Fall zu berücksichtigen und bei der Kündigung des Erstvertrages auf den Übergang in die neue Police zu achten.

Wie teuer sind Arbeitsrechtsschutzversicherungen?

Grundsätzlich sind die Prämien für Rechtsschutzversicherungen im Vergleich zu anderen Sachversicherungen deutlich höher. Während etwa eine private Haftpflichtversicherung bereits für knapp 50 Euro jährlich abgeschlossen werden kann, muss ein Versicherungsnehmer für die Arbeitsrechtsschutzversicherung ungefähr das Doppelte dieses Betrages und mehr einrechnen. Wobei hier bei den Anbietern erhebliche Unterschiede bestehen können, so etwa ist der Testsieger, die ARAG, mit ihrem Beitrag um satte 70 Euro günstiger als der Zweitplatzierte im Test, die DMB-Rechtsschutz. Wer also eine entsprechenden Police abschließen möchte, sollte genau seine Ansprüche und Bedürfnisse festlegen und genau vergleichen. Denn während die oben genannten Fälle und Unklarheiten am Arbeitsplatz wie ungünstiges Arbeitszeugnis oder fehlende Gehaltszahlungen zu den grundsätzlichen Dingen gehören, die versichert sind, kann etwa ein Baustein der Prämie für Schutz gegen Mobbing abgeschlossen werden. Hier ist eine umfassende Beratung wichtig, wobei im Endeffekt auch der Preisvergleich der einzelnen Anbieter natürlich Sinn macht. Denn welchen Tarifbaustein man wirklich benötigt und was dieser im Endeffekt kostet, kann sich erheblich unterscheiden.

Kostenstruktur der Arbeitsrechtsschutz ist einfach

Die Kostenstruktur einer individuell abgestimmten Arbeitsrechtsschutzversicherung gründet sich auf einfachen Tatsachen. Denn neben der Höhe der Versicherungssumme, die in jedem Fall hoch genug sein sollte, wird noch ein eventuell vereinbarter Selbstbehalt im Schadenfall berechnet und eben besondere Einschlüsse wie etwa die Absicherung im Vorgehen gegen Mobbing. Wichtig zu wissen ist, dass neben dem, der die Versicherungspolice für den Arbeitsrechtsschutz abschließt, auch sein Ehe- oder Lebenspartner diesen Schutz genießt sowie die Kinder. Diese sind solange erfasst, so lange sie jünger als 25 Jahre sind und noch nicht fix in einem Beruf arbeiten. Die Prämie, die der Versicherungsnehmer im Laufe des Jahres an die Versicherung zahlt, können selbstverständlich in der Steuererklärung abgesetzt werden. Dazu braucht es lediglich eine entsprechende Bestätigung der Versicherung über die geleisteten Zahlungen. Hier finden sie mehr zum Thema Kosten.